Reinigung & Desinfektion

Was sind Keime? Worin unterscheiden sich Bakterien und Viren? Wie verbreiten sich Keime? Wie können Keime entfernt werden? Wir freuen uns, dass Sie das fragen. Finden Sie hierzu und zu vielem mehr Antworten.

Adenovirus

Keimart: Virus

AdenovirusDas Adenovirus ruft typischerweise Atemwegserkrankungen hervor, obwohl es auch Erkrankungen wie Bindehautentzündungen, Durchfall (besonders bei Babys) oder Hautausschlag verursachen kann. Kinder sind besonders anfällig für Atemwegserkrankungen. Die Symptome können von erkältungsähnlichen Symptomen bis hin zu einer Lungenentzündung, Bronchitis und Krupp reichen. Vor allem gefährdete Gruppen sind anfällig für das Adenovirus.

  • Übertragung durch: Kontakt zwischen Händen, Berührung von verschmutzten Oberflächen oder durch Tröpfcheninfektion.
  • Vorbeugung: Durch häufiges/gründliches Händewaschen, die Reinigung und Desinfektion von Oberflächen und das Verdecken des Mundes beim Husten/Niessen können Sie die Verbreitung des Adenovirus verhindern.

Coronavirus

Keimart: Virus

Coronaviren infizieren Menschen und viele Tierarten. Die meisten menschlichen Coronaviren rufen Infektionen der oberen Atemwege hervor und sind für einen grossen Teil der Erkältungen verantwortlich. Infektionen durch Coronaviren treten im Winter und im Frühling auf.

  • Übertragung durch: Tröpfcheninfektion: Hustet oder niest eine infizierte Person, können diese Tröpfchen eingeatmet werden oder sich auf Oberflächen ablagern, von wo aus sie dann weitergegeben werden können, wenn Sie diese Oberflächen und anschliessend Ihre Augen, Nase oder Ihren Mund berühren.
  • Vorbeugung: Um die Verbreitung von Erkrankungen zu vermeiden, sollten Personen mit erkältungsähnlichen Symptomen beim Husten und Niesen den Mund verdecken, die Hände gründlich und häufig waschen, nur ihr eigenes Geschirr verwenden und Küssen vermeiden. Oberflächen, die möglicherweise verschmutzt wurden (z.B. Arbeitsplatten und Türklinken), sollten regelmässig gereinigt und desinfiziert werden.

SARS (Schweres Akutes Respiratorisches Syndrom) ist eine virale Atemwegserkrankung, die durch ein Coronavirus, das als SARS-assoziiertes Coronavirus (SARS-CoV) bezeichnet wird, verursacht wird. SARS wurde im Februar 2003 zum ersten Mal in Asien festgestellt. Im Laufe der nächsten Monate breitete sich die Krankheit dann auf mehr als ein Dutzend Länder in Nordamerika, Südamerika, Europa und Asien aus, bis der globale Ausbruch von SARS im Jahr 2003 eingedämmt werden konnte. SARS ist deutlich schwerwiegender als die vom menschlichen Coronavirus verursachte Erkältung. In der Regel beginnen SARS-Infektionen mit hohem Fieber. Zu weiteren Symptomen können Kopfschmerzen, allgemeines Unwohlsein und Gliederschmerzen gehören. Einige Menschen leiden zu Beginn der Erkrankung auch an leichten Atemwegssymptomen. Ungefähr 10 bis 20 Prozent der Patienten leiden an Durchfall. Nach 2 bis 7 Tagen kann sich bei SARS-Patienten ein trockener Husten entwickeln und bei den meisten Patienten entsteht eine Lungenentzündung.

Cytomegalovirus (CMV)

Keimart: Virus

Das CMV gehört zu derjenigen Familie von Viren, zu denen auch das Herpes-Simplex-Virus und das Varicella-Zoster-Virus (Windpocken) gehören. Befindet sich das CMV erst einmal im Körper eines Menschen, bleibt es dort ein Leben lang. Menschen, die mit dem CMV angesteckt wurden, bemerken dies allerdings oft nicht bzw. zeigen keine Symptome. Zu den Symptomen können Fieber, Halsschmerzen, Müdigkeit und geschwollene Drüsen gehören. Allerdings ähneln diese Symptome denjenigen anderer Krankheiten, die meisten Menschen wissen also nicht einmal, dass sie sich mit dem CMV angesteckt haben.

Das CMV kann bei ungeborenen Kindern und bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem Krankheiten verursachen. Die meisten Babys mit dem CMV entwickeln nie Symptome oder sind in irgendeiner Form beeinträchtigt. Zeigen Babys Symptome, können einige davon wieder verschwinden, andere jedoch für immer bleiben.

  • Übertragung durch: In einigen Fällen wird es durch den Kontakt zwischen Menschen (wie durch das Küssen oder durch Körperflüssigkeiten), von der Mutter auf das ungeborene Kind, durch das Stillen auf das Kind, wenn die Mutter infiziert ist, oder durch Transfusionen/Transplantationen übertragen. Bei Kindern befindet sich das CMV meistens im Urin oder im Speichel.
  • Vorbeugung: Schwangere Frauen (bzw. Frauen, die schwanger werden wollen) sollten regelmässig Hände waschen und den Kontakt mit Speichel oder Urin von kleinen Kindern vermeiden. Babys, die mit dem CMV (jedoch ohne Symptome) auf die Welt kommen, sollten zur Vorbeugung regelmässige Seh- und Hörtests machen.

Dermatophyten (Ringelflechte und Tinea)

Keimart: Pilz

Dermatophyten rufen gewöhnliche Haut-, Haar- und Nagelinfektionen, darunter Ringelflechte und Tinea, hervor. Diese Infektionen können die Haut an fast jeder Stelle des Köpers betreffen, wie z.B. auf der Kopfhaut, an Beinen, Armen oder Füssen oder in der Leistengegend. Es kann auch ein Ring mit unregelmässigen Rändern und einem deutlich erkennbaren Zentrum entstehen oder Haarausfall mit Infektionen der Kopfhaut auftreten. Die beiden häufigsten Tinea-Infektionen sind Tinea Pedis (Fusspilz) und Tinea Cruris (Pilzinfektion der Leistengegend).

Dermatophyteninfektionen treten typischerweise an feuchten Stellen oder Hautfalten auf und können auch benutzte Gegenstände wie Kleidungsstücke, Handtücher und Bettzeug verunreinigen. Eine Dermatophyteninfektion kann durch Bakterien angesteckt werden. Ringelflechte kann sich leicht bei Kindern verbreiten und ist auch bei Tieren, wie Nutztieren, Hunde, Katzen, Hamstern und Meerschweinchen, eine häufige Infektion.

  • Übertragung durch: Direkter Kontakt mit einer infizierten Person oder einem infizierten Tier, indirekter Kontakt mit einer verschmutzten Oberfläche, wie z.B. ein feuchtes Handtuch. Ringelflechte kann man durch engen Kontakt mit Haustieren bekommen.
  • Vorbeugung: Durch regelmässiges Händewaschen kann die Ausbreitung einer Dermatophyteninfektion verhindert werden. Benutzen Sie ausserdem keine Haarbürsten, Hüte, Handtücher und Kleidungsstücke, die mit infizierten Stellen in Berührung gekommen sind. Haustiere mit Anzeichen einer Hauterkrankung sollten von einem Tierarzt untersucht werden.

Hepatitis A, B und C

Keimart: Virus

Hepatitis A, Hepatitis B und Hepatitis C sind eine Familie ansteckender Viren, die die Leber befallen.

  • Hepatitis A führt nicht zu einer chronischen Erkrankung. Sie breitet sich durch den direkten Kontakt zwischen Menschen oder durch verunreinigte Lebensmittel bzw. verschmutztes Wasser aus. In einigen Ländern breitet sich Hepatitis A durch verschmutztes Wasser und verunreinigte Lebensmittel aus; in den USA wird jedes Virus, das in die Wasserversorgung gelangt, durch die Zugabe von Chlor beseitigt. Hepatitis A verschwindet in der Regel ohne Behandlung wieder. Menschen mit Hepatitis A sollten sich von einem Arzt untersuchen lassen, bevor sie Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel einnehmen, da diese die Leber möglicherweise beschädigen können. Auf den Genuss von Alkohol sollte verzichtet werden.

    Vorbeugung: Regelmässiges Händewaschen nach der Benutzung des Badezimmers und vor dem Kontakt mit Lebensmitteln kann helfen, die Verbreitung von Hepatitis A zu verhindern. Besonders für Menschen, die mit dem Virus angesteckt wurden (oder sich um jemanden kümmern, der mit dem Virus angesteckt wurde), ist das wichtig. Der Hepatitis A-Virus kann wochenlang auf Oberflächen, wie Arbeitsplatten, Badfliesen und Plastikspielsachen, überleben. Daher ist die Desinfektion des Umfeldes wichtig, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen. Die CDC (Centers for Disease Control and Prevention) empfehlen, dass alle Kinder im Alter von einem Jahr, bestimmte internationale Reisende und Menschen in bestimmten gefährdeten Gruppen gegen Hepatitis A geimpft werden (fragen Sie Ihren Hausarzt, ob Sie zu diesen gefährdeten Gruppen gehören.).
  • Hepatitis B kann schwere Krankheiten auslösen und zu chronischen/lebenslangen Infektionen, zu Narbenbildung (Zirrhose), Lebererkrankungen oder Tod führen. Es wird übertragen, wenn Einstichstellen oder Schleimhäute mit Blut oder Körperflüssigkeiten einer infizierten Person in Berührung kommen bzw. können von der Mutter während der Geburt an das Kind weitergegeben werden.

    Vorbeugung: Die Hepatitis B-Impfung wird für alle Säuglinge und andere gefährdete Menschen empfohlen. Der Kontakt mit dem Blut oder den Körperflüssigkeiten einer infizierten Person oder mit Gegenständen, auf denen diese enthalten sein könnten (Rasierer, Zahnbürsten oder Spritzen) sollte vermieden werden. Nach jedem Kontakt mit Körperflüssigkeiten sollten die Hände gewaschen werden, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern.
  • Hepatitis C kann von einer leichten Erkrankung, die nur wenige Wochen andauert, bis hin zu einer schweren, lebenslangen Krankheit reichen. Es kann chronische Infektionen verursachen, die zu einer Zirrhose, Lebererkrankung oder sogar zum Tod führen. Oft sind keine Symptome erkennbar. Es wird durch den Kontakt mit dem Blut einer infizierten Person übertragen, normalerweise durch gemeinsam benutzte Spritzen oder andere Injektionsgeräte.

    Vorbeugung: Die beste Methode, um die Verbreitung von Hepatitis C zu verhindern, besteht darin, Spritzen nicht gemeinsam zu benutzen. Gegen Hepatitis C gibt es keine Impfung.

Herpes-Simplex-Virus Typ 1 & 2

Keimart: Virus

Herpes-Simplex-Viren gibt es als Typ 1 (HSV-1) und Typ 2 (HSV-2). Eine HSV-2-Infektion verursacht häufiger Genitalherpes, eine durch Geschlechtsverkehr übertragene Krankheit. Während HSV-1 ebenfalls Genitalherpes verursachen kann, ruft es häufiger Infektionen im Bereich des Munds und der Lippen hervor (manchmal als "Fieberbläschen" bezeichnet).

Die meisten Menschen bekommen Typ 1 schon als Baby/Kind. Oft gibt es bei Genitalherpes keine Symptome. Treten sie aber doch auf, äussern sie sich durch ein oder mehrere Bläschen in der Genital-/Rektalgegend. HSV-2 kann bei einem Baby zu einer unter Umständen tödlichen Infektion führen. HSV ist nicht behandelbar, obwohl antivirale Präparate helfen können, Symptome zu lindern und den Krankheitsausbruch zu verhindern.

  • Übertragung durch: HSV-1 wird in der Regel durch den engen Kontakt mit Familienmitgliedern oder Freunden, die den Virus in sich tragen, übertragen. Es kann durch Küssen, das gemeinsame Benutzen des gleichen Geschirrs oder der gleichen Handtücher weitergegeben werden. HSV-2 wird durch sexuellen Kontakt übertragen.
  • Vorbeugung: Bei HSV-1 sollten Sie das Küssen oder die gemeinsame Benutzung der gleichen Gegenstände wie Tassen und Lippenbalsam vermeiden, wenn die betroffenen Stellen kribbeln, brennen, jucken oder spannen. Die beste Methode der Vorbeugung vor HSV-2 besteht darin, den sexuellen Kontakt mit einer infizierten Person zu vermeiden und immer ein Kondom aus Latex zu benutzen (Das Virus kann auch bei nicht vorhandenen Symptomen übertragen werden.). Wurde eine schwangere Frau mit HSV-2 angesteckt, wird ihr Arzt eventuell entscheiden, das Baby per Kaiserschnitt zu entbinden.

Humanes Papillomavirus (HPV)

Keimart: Virus

Es gibt viele Arten von HPV-Infektionen. Bei Kindern äussert sich das HPV-Virus in der Regel durch die Bildung von Warzen. Sie können überall auftreten, kommen aber besonders häufig im Bereich von Schnitten, Kratzern und abgekauten Fingernägeln vor. Warzen sind sehr ansteckend. Einige gehen von selbst weg. Stören sie oder tun sie weh, können Sie sie von Ihrem Hausarzt behandeln lassen.

  • Übertragung durch: Kontakt zwischen Oberflächen und Händen, wie z.B. die Berührung eines Handtuchs oder eines Tisches, das bzw. der zuvor von einer Person mit einer Warze berührt worden war.
  • Vorbeugung: Durch Händewaschen kann die Verbreitung von Warzen bei Kindern verhindert werden. Sagen Sie Ihren Kindern, dass sie beim Waschen besonders auf Schnitte und Hautirritationen achten sollen. Reinigen und desinfizieren Sie ausserdem Oberflächen, die häufig berührt werden, regelmässig. Um den Kontakt mit Fusswarzen (an der Fusssohle) zu vermeiden, sollten Sie Ihrem Kind nahelegen, beim Besuch von öffentlichen Schulen oder Duschen Strandschuhe oder Flip Flops zu tragen.

Influenza

Keimart: Virus

Bei der Influenza ("Grippe") handelt es sich um eine ansteckende Erkrankung der Atemwege. Zu den Symptomen können Fieber (in der Regel relativ hohes Fieber), Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Müdigkeit und Schwäche gehören. Auch eine laufende oder verstopfte Nase, Halsschmerzen und Husten treten häufig auf, weshalb die Grippe manchmal mit einer normalen Erkältung (Rhinovirus) verwechselt wird. Wurde ein Mensch erst einmal angesteckt, kann er das Virus bereits einen Tag vor dem Ausbruch seiner eigenen Symptome übertragen, ohne überhaupt zu wissen, dass er krank ist.

Einige Menschen sind stärker gefährdet für schwere Grippekomplikationen, wie ältere Menschen, kleine Kinder, Menschen mit bestimmten Erkrankungen oder schwangere Frauen. Zu diesen Komplikationen können eine bakterielle Lungenentzündung, Dehydrierung und die Verschlechterung von chronischen Erkrankungen, wie kongestive Herzinsuffizienz, Asthma oder Diabetes, gehören. Kinder können unter Umständen eine Nebenhöhlen- oder Ohrentzündung bekommen.

  • Übertragung durch: Tröpfchen beim Husten oder Niesen. Sie können eingeatmet oder durch die Ablagerung auf Oberflächen und das anschliessende Berühren einer Person übertragen werden, die anschliessend ihre eigenen Augen, ihre Nase oder ihren Mund berührt. Das Influenza-Virus kann mehrere Tage lang auf Oberflächen überleben.
  • Vorbeugung: Vermeiden Sie die Verbreitung von Grippeviren, indem Sie Ihre Hände gründlich waschen und häufig berührte Oberflächen, wie Türklinken, Wasserhähne und Griffe von Küchengeräten, desinfizieren. Vermeiden Sie den Kontakt zu kranken Menschen und berühren Sie nicht Ihre Nase, Ihren Mund oder Ihre Augen. Auch ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung, ausreichend Bewegung und richtigen Ruhephasen kann Sie vor einer Grippe schützen. Wenn Sie krank sind: bleiben Sie zuhause und verdecken Sie beim Husten und Niesen den Mund, um die Übertragung der Grippeviren auf andere Menschen zu verhindern.

Schimmelpilze & Mehltau

Keimart: Pilz

Schimmelpilze sind mikroskopisch kleine Pilze, die in "Kolonien" wachsen. Der Begriff "Mehltau" wird oft benutzt, um das "Schimmelwachstum" bzw. Schimmelpilze in frühen Stadien zu beschreiben und besteht nicht nur aus Schimmelpilzen, sondern auch aus Bakterien und Hefe. Viele Schimmelpilzarten sind nützlich - wie diejenigen, die bei der Lebensmittelherstellung (z.B. Käsereifung) verwendet werden oder die als Ausgangsstoff für Penicillin gelten. Allerdings können Schimmelpilze auch an vielen Stellen in Ihrer Wohnung vorkommen - von Ihren feuchten Badezimmern bis hin zu den Lebensmitteln in Ihrem Kühlschrank - und zahlreiche Probleme verursachen. Schimmelpilze können die Oberfläche, auf der sie wachsen, beschädigen/zerstören... und Allergien hervorrufen, die oft sehr schwerwiegend sind.

  • Übertragung durch: Feuchte Bedingungen. Einige Schimmelpilzarten auf Lebensmitteln können Giftstoffe erzeugen, die lebensmittelbedingte Erkrankungen verursachen. Schimmelpilze vermehren sich durch die Erzeugung von Sporen, die sich auf anderen Oberflächen ablagern und dort wachsen. Schimmelpilze beginnen auf feuchten Oberflächen innerhalb von 24 Stunden zu wachsen. Schimmel kommt sowohl in der Wohnung als auch im Freien vor und Sporen können über geöffnete Türen, Fenster, Abzugsöffnungen, Heizungen und Klimaanlagen in Ihre Wohnung gelangen. Schimmelpilze können sich auch auf Kleidungsstücken, Schuhen, Taschen und Haustieren befinden und an Stellen wachsen, an denen gerade Wasser ausgetreten ist.
  • Vorbeugung: Sorgen Sie im Bad, in der Küche und im Waschraum für eine ausreichende Belüftung. Achten Sie in Ihrer Wohnung auf eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 % und befestigen Sie lose Dachziegel, Fenster und Rohre umgehend. Reinigen und trocknen Sie eine Stelle, an der gerade Wasser ausgetreten ist, innerhalb von 24 bis 48 Stunden gründlich. Reinigen und desinfizieren Sie Oberflächen im Bad und in der Küche regelmässig. Vorbeugung von Schimmelpilzen auf Lebensmitteln: Reinigen Sie Ihren Kühlschrank mit heissem Seifenwasser und desinfizieren Sie ihn regelmässig. Decken Sie Lebensmittel ab und kühlen Sie sie innerhalb von 2 Stunden. Bei Schimmelpilzen auf Lebensmitteln sollten Sie diese entsorgen. Menschen mit Schimmelpilzallergien, Lungenerkrankungen oder einem geschwächten Immunsystem sollten den Kontakt mit Schimmelpilzen vermeiden.

Noroviren (Norwalk-like/Calicivirus)

Keimart: Virus

Noroviren (ehemals bekannt als Norwalk-like-Viren) sind Keime, die den Magen und den Darm befallen können. Sie verursachen eine Gastroenteritis, eine Entzündung, die manchmal auch als Calicivirus, Lebensmittelvergiftung oder "Magen-Darm-Grippe" bezeichnet wird, obwohl sie nicht immer durch Lebensmittel ausgelöst wird und auch nichts mit der Grippe zu tun hat. Zu den Symptomen können Durchfall, Übelkeit, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen und Fieber gehören.

In der Regel äussern sie sich bei Erwachsenen durch Erbrechen, während Kinder häufiger an Durchfall leiden. Bei gefährdeten Patienten kann sie zu Dehydrierung führen.

  • Übertragung durch: Lebensmittel, verschmutzte Oberflächen, wie Türgriffe oder Arbeitsplatten, sowie durch Tröpfcheninfektion beim Erbrechen. Zu den häufigen Ansteckungsursachen bei Lebensmitteln gehören rohe Schalentiere, Fertigsalate, Backwaren und verschmutztes Wasser und Eis sowie infizierte Menschen. Das Norovirus ist sehr ansteckend und kann sich in Gruppen, wie beispielsweise in Kindertagesstätten oder Pflegeheimen, schnell verbreiten.
  • Vorbeugung: Händewaschen und das Desinfizieren von Oberflächen sind wichtig, um die Verbreitung des Norovirus zu verhindern. Waschen Sie nach jeder Benutzung des Badezimmers, jedem Wickeln sowie vor und nach dem Zubereiten von Lebensmitteln die Hände. Waschen Sie Obst und Gemüse gründlich ab und vermeiden Sie rohe Meeresfrüchte, vor allem Austern. Desinfizieren Sie verschmutzte Oberflächen sofort gründlich und spülen Sie Erbrochenes/Stuhlgang die Toilette hinunter. Haben Sie sich mit Noroviren angesteckt, bereiten Sie bis 2 bis 3 Tage nach dem Ausklingen der Krankheit keine Lebensmittel zu. Gegen das Norovirus gibt es keine Impfung und es kann auch nicht mit Medikamenten behandelt werden.

Parainfluenza-Virus

Keimart: Virus

Humane Parainfluenza-Viren (HPIV) gehören bei Kindern nach dem Humanen Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) zu den zweithäufigsten Ursachen für Erkrankungen der unteren Atemwege. Ähnlich wie das RSV können HPIV das ganze Leben lang immer wieder Infektionen verursachen, die sich in der Regel durch eine Erkrankung der oberen Atemwege (z.B. Erkältung und/oder Halsschmerzen) äussern. HPIV können ausserdem, vor allem bei älteren Menschen und bei Patienten mit einem geschwächten Immunsystem, schwere Erkrankungen der unteren Atemwege mit einer wiederholten Infektion hervorrufen (z.B. Lungenentzündung, Bronchitis und Bronchiolitis).

Es gibt vier unterschiedliche Unterarten des Parainfluenza-Virus. HPIV-1 ist bei Kindern die Hauptursache für Krupp, während HPIV-2 seltener diagnostiziert wird. Sowohl HPIV-1 als auch HPIV-2 können Erkrankungen der oberen und unteren Atemwege hervorrufen. HPIV-3 wird eher mit Bronchiolitis und Lungenentzündungen in Verbindung gebracht. HPIV-4 wird ebenfalls selten diagnostiziert, möglicherweise deshalb, weil es seltener schwere Erkrankungen hervorruft. Die Inkubationszeit für HPIV beträgt in der Regel zwischen 1 bis 4 Tagen.

  • Übertragung durch: Atemsekrete bei engem Kontakt mit infizierten Menschen oder beim Kontakt mit verschmutzten Oberflächen oder Gegenständen. Infektionen können auftreten, wenn ansteckende Stoffe mit den Schleimhäuten der Augen, des Mundes oder der Nase in Berührung gekommen sind, und eventuell auch durch das Einatmen von Tröpfchen beim Niesen oder Husten.
  • Vorbeugung: Gegen das Parainfluenza-Virus gibt es keine Impfung. Häufiges Händewaschen und die getrennte Benutzung von Gegenständen, wie Tassen, Gläsern und Küchenutensilien bei einem infizierten Familienmitglied sollte die Übertragung des Virus auf andere verringern. Häufig berührte Oberflächen sollten regelmässig desinfiziert werden.

Pseudomonas

Keimart: Bakterie

Pseudomonas aeruginosa ist eine der Hauptursachen für Infektionen, die häufig als "Hottub-Hautausschlag" (Pseudomonas dermatitis) und "Badeotitis" (Otitis externa) bezeichnet werden. Es kommt häufig im Wasser und im Boden vor. Hottub-Hautausschlag kann Menschen in jedem Alter befallen. Zu den Symptomen gehören juckende Stellen, die zu einem rötlichen Hautausschlag werden können, Hautausschlag an Stellen, die von einem Badeanzug verdeckt wurden, und eitrige Bläschen um Haarfollikel. Der Hottub-Hautausschlag geht in der Regel von selbst weg. Badeotitis kommt bei Kindern und jungen Erwachsenen häufiger vor. Zu den Symptomen gehören Juckreiz im Inneren des Ohres, Schmerzen beim Ziehen am Ohr und aus dem Ohr austretendes Eiter.

  • Übertragung durch: Verschmutztes Wasser, das über längere Zeit mit der Haut in Berührung kommt (Hottub-Hautausschlag) oder in Schwimmbädern, Whirlpools, Brunnen, Wasserspielbereichen und Flüssen, Seen oder im Meer mit dem Ohr in Kontakt ist (Badeotitis).
  • Vorbeugung: Hottub-Hautausschlag — Ziehen Sie nach dem Schwimmen Ihre Badesachen aus und duschen Sie mit Seife, waschen Sie Ihre Badesachen. Badeotitis — Trocknen Sie Ihre Ohren nach dem Schwimmen ab (einige Tropfen von auf Alkohol basierenden Ohrentropfen können dabei helfen). Stecken Sie keine Fremdkörper in die Ohren und schwimmen Sie nicht an Stellen, die wegen Verschmutzung gesperrt wurden.

Respiratorisches Synzytiales Virus (RSV)

Keimart: Virus

Das Respiratorische Synzytiale Virus (RSV) infiziert die Lungen und Atemwege. Zu den Symptomen können Husten, Niesen, eine laufende Nase, Fieber, Appetitlosigkeit und manchmal auch pfeifende Atemgeräusche gehören. Bei sehr kleinen Babys können Reizbarkeit, eine verminderte Aktivität und Atemprobleme auftreten.

Beinahe jeder wird im Alter von zwei Jahren mit dem RSV infiziert, bei den meisten Menschen entwickelt sich die Erkrankung jedoch nicht weiter. Frühchen, Kinder unter zwei Jahren mit einer Herz- oder Lungenerkrankung und Kinder mit einem geschwächten Immunsystem sind dem Risiko für eine schwere Krankheit am stärksten ausgesetzt und auch ältere Menschen sind stärker gefährdet. In der Regel dauert die RSV-Saison von November bis April.

  • Übertragung durch: Tröpfcheninfektion: Hustet oder niest eine infizierte Person, können diese Tröpfchen eingeatmet werden oder sich auf Oberflächen ablagern, von wo aus sie dann weitergegeben werden können, wenn Sie diese Oberflächen und anschliessend Ihre Augen, Nase oder Ihren Mund berühren. Möglich ist auch die Übertragung durch den direkten Kontakt mit Nasen- oder Mundsekreten, wie z. B. durch das Küssen des Gesichts eines infizierten Kindes.
  • Vorbeugung: Gegen das RSV gibt es keine Impfung. Zur Vermeidung der Verbreitung der Erkrankung sollten Personen mit erkältungsähnlichen Symptomen ihren Mund beim Husten und Niesen verdecken, die Hände gründlich und häufig waschen, nicht gemeinsam Tassen und anderes Geschirr benutzen und das Küssen vermeiden. Eventuell verschmutzte Oberflächen (z.B. Arbeitsplatten und Türgriffe) sollten regelmässig gereinigt und desinfiziert werden. Personen mit erkältungsähnlichen Symptomen sollten ausserdem den Kontakt mit Kindern, die zur am stärksten gefährdeten Gruppe gehören, vermeiden und bei Kontakt mit ihnen die Hände regelmässig waschen. Im Idealfall sollten Kinder, die zur am stärksten gefährdeten Gruppe gehören, während der RSV-Saison weniger Zeit in Kindertagesstätten oder in anderen Gruppen verbringen.

Rhinovirus

Keimart: Virus

Es gibt 99 verschiedene Arten des Rhinovirus — es sind Keime, die die "normale Erkältung" verursachen. Zu den Symptomen gehören in der Regel eine laufende Nase, Halsschmerzen, Niesen und Husten. Manchmal führt eine Erkältung auch zu leichtem Fieber und zu Gliederschmerzen.

  • Übertragung durch: Direkter Kontakt mit einer Person, die an einer Erkältung leidet, oder durch das Berühren einer Oberfläche, die zuvor von einer erkrankten Person berührt worden war, und das anschliessende Berühren Ihrer Augen, Ihrer Nase oder Ihres Mundes. Kann auch durch Tröpfcheninfektion beim Husten oder Niesen übertragen werden.
  • Vorbeugung: Waschen Sie häufig und gründlich Ihre Hände (verwenden Sie ein auf Alkohol basierendes Desinfektionsmittel, wenn Sie keine Seife und kein Wasser zur Verfügung haben). Desinfizieren Sie häufig berührte Oberflächen im Haushalt. Vermeiden Sie den Kontakt mit einer Person, die an einer Erkältung leidet. Wenn Sie eine Erkältung haben, verhindern Sie deren Verbreitung, indem Sie die Hände waschen und beim Husten und Niesen Ihren Mund mit einem Taschentuch (hinterher in den Müll werfen) oder Ihrem Ärmel verdecken.

Rotavirus

Keimart: Virus

Das Rotavirus ist bei Kindern die häufigste Ursache für starken Durchfall. Zu den Symptomen gehören wässriger Durchfall, der oft von Erbrechen, Bauchschmerzen oder Fieber begleitet wird. Auch eine anschliessende Dehydrierung tritt häufig auf.

  • Übertragung durch: Das Berühren verunreinigter Hände oder einer Oberfläche, die zuvor von einer Person mit dem Virus berührt worden war, und anschliessendes Berühren Ihres Mundes oder Ihrer Nase.
  • Vorbeugung: Waschen Sie häufig und gründlich Ihre Hände (verwenden Sie ein auf Alkohol basierendes Hand-Desinfektionsmittel, wenn Sie keine Seife und kein Wasser zur Verfügung haben). Desinfizieren Sie häufig berührte Oberflächen im Haushalt. Gegen das Rotavirus gibt es keine Impfung.

Shigella

Keimart: Bakterie

Bei Shigellen handelt es sich um eine Gruppe von Bakterien, die Shigellose verursachen. Zu den Symptomen gehören Durchfall (oft blutig), Fieber und Bauchkrämpfe. Die Erkrankung geht oft ohne eine Behandlung von selbst weg, auch wenn Kinder unter zwei Jahren dem Risiko für hohes Fieber und/oder Schlaganfälle stärker ausgesetzt sind.

Da Shigellose gegenüber Antibiotika resistent sein kann, werden diese Medikamente oft nur zur Behandlung von schweren Fällen verabreicht. Nicht verschreibungspflichtige Medikamente gegen Durchfall können die Symptome noch verschlimmern. Häufig steckt man sich an und überträgt diese Krankheit, ohne Symptome zu haben. Shigellose ist sehr ansteckend und kann ganze Gemeinden oder Kinderbetreuungseinrichtungen befallen. Kinder zwischen 2 und 4 Jahren bekommen am häufigsten eine Shigellose.

  • Übertragung durch: Kontakt zwischen Menschen oder das Berühren infizierter Oberflächen, durch das Schlucken von Wasser, das infiziert wurde.
  • Vorbeugung: Sorgfältiges Händewaschen mit Seife und Wasser, besonders bei Kindern, kann die Verbreitung von Shigellose verhindern. Oberflächen, auf denen Lebensmittel zubereitet werden, sollten gereinigt und regelmässig desinfiziert werden und eine infizierte Person sollte während ihrer Erkrankung keine Lebensmittel zubereiten. Nach jeder Benutzung des Badezimmers und vor dem Schwimmen sollten die Hände gründlich gewaschen werden. Wurde ein Kind angesteckt, sollten die Windeln vorsichtig in einem Mülleimer mit Deckel entsorgt werden und die Hände sowohl des Kindes als auch der Pflegeperson sollten sofort nach dem Wickeln gewaschen werden. Wickelauflagen sollten nach dem Wickeln desinfiziert und abgespült werden.

Staphylokokken (Staphylococcus aureus und Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus/MRSA)

Keimart: Bakterie

Staphylokokken können Krankheiten verursachen, die als "Staphylokokkeninfektion" bekannt sind. Infektionen, die nicht durch MRSA entstehen, werden in der Regel mit Antibiotika, z.B Methicillin, behandelt. Der MRSA ist eine Art von Staphylokokke, die gegenüber den meisten Antibiotika, darunter auch Methicillin, resistent ist. Er kann Hautinfektionen sowie andere Infektionen, z.B eine Lungenentzündung, verursachen. Zu den Symptomen einer Staphylokokkeninfektion gehören gerötete, geschwollene Beulen oder infizierte Stellen auf der Haut, die bei Berührung warm sind und Eiter enthalten, sowie Fieber. Staphylokokkeninfektionen, darunter auch MRSA, treten am häufigsten bei Patienten in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen (wie Pflegeheime und Kliniken) auf, deren Immunsystem geschwächt ist.

MRSA-Infektionen, die gesunde Menschen anstecken, die nicht erst vor kurzem in einem Krankenhaus lagen oder medizinisch behandelt wurden, bezeichnet man als ambulant erworbener MRSA (CA-MRSA). Dies können Hautinfektionen (z.B. eitrige Hautveränderungen) o.ä. sein und die typische MRSA kann zu anderen Erkrankungen, wie Lungenentzündungen, führen.

  • Übertragung durch: Hautkontakt oder das Berühren einer Oberfläche oder eines persönlichen Gegenstandes, der zuvor von einer infizierten Person berührt worden war. Befindet sich oft auf den Händen von Pflegekräften.
  • Vorbeugung: Häufiges und gründliches Händewaschen ist zur Vermeidung der Verbreitung von Staphylokokkeninfektionen, darunter auch MRSA, entscheidend. Das ist vor allem in Pflegeeinrichtungen wichtig. Oberflächen, die von einer infizierten Person berührt worden sind, sollten gereinigt und desinfiziert werden.

Streptokokken-Erkrankung: Gruppe A & B

Keimart: Bakterie

Bakterien der Gruppe der A-Streptokokken (GAS) treten oft im Rachenbereich und auf der Haut auf. GAS können Krankheiten, wie Halsentzündungen oder Impetigo (Hautinfektion), hervorrufen, auch wenn in vielen Fällen Personen die Bakterien zwar in sich tragen, keine Symptome zeigen. Gelangen diese Bakterien in andere Körperteile - z.B. Muskeln, Blutkreislauf oder Lungen -, können sie zu schweren Infektionen führen. Halsentzündungen werden oft mit Antibiotika behandelt, ein Hausarzt entscheidet dabei, ob die Einnahme von Antibiotika für die Behandlung einer GAS-Infektion notwendig ist.

A-Streptokokken:

  • Übertragung durch: Tröpfchen, die nach dem Husten/Niesen in der Luft weitergegeben werden und auf Oberflächen landen.
  • Vorbeugung: A-Streptokokken können durch richtiges Händewaschen, vor allem nach dem Husten oder Niesen und vor der Zubereitung von Lebensmitteln, vermieden werden. Eine an einer Halsentzündung erkrankte Person sollte bis 24 Stunden nach dem Ende der Einnahme von Antibiotika zu Hause bleiben, um so die Verbreitung der Infektion zu verhindern. Alle Wunden sollten sauber gehalten werden.

B-Streptokokken:

B-Streptokokken (Gruppe B der Streptokokken) verursachen Krankheiten bei Neugeborenen, schwangeren Frauen, älteren Menschen und Erwachsenen, die bereits an anderen Erkrankungen wie Lebererkrankungen oder Diabetes leiden. Sie sind die häufigste Ursache für lebensbedrohliche Infektionen bei Neugeborenen, darunter Lungenentzündungen oder Blutvergiftungen bzw. Hirnhautentzündungen. Bei einem Säugling können die Symptome innerhalb weniger Stunden nach der Geburt (früher Ausbruch) oder bis zu einige Monate später (später Ausbruch) ausbrechen. Schwangere Frauen können an Blasenentzündungen leiden, die von B-Streptokokken ausgelöst wurden.

  • Übertragung über: B-Streptokokken können von einer infizierten Mutter während der Entbindung an den Säugling weitergegeben werden.
  • Vorbeugung: Die meisten frühen Ausbrüche von B-Streptokokken bei Säuglingen können verhindert werden, indem der Mutter während der Wehen intravenös Antibiotika gegeben wird. Schwangere Frauen sollten im dritten Trimester ihrer Schwangerschaft ein Screening erhalten, um zu sehen, ob sie B-Streptokokken in sich tragen.